Wie entstehen Sommersprossen?

Manche haben sie schon als Kinder, andere bekommen sie im Alter und die meisten im Sommer aber wie entstehen eigentlich Sommersprossen? In diesem Artikel gehe ich auf die Hintergründe ein und gebe auch einige Tipps wie du deine Haut pflegen solltest, wenn du Sommersprossen bekommst. Denn meistens reagiert deine Haut deutlich empfindlicher auf UV-Strahlung (Sonne) wenn du Sommersprossen bekommst.

Sommersprossen haben ihren Ursprung in den Genen

Wie entstehen eigentlich Sommersprossen?

Wie entstehen eigentlich Sommersprossen?

Die ersten Sonnenstrahlen lassen nicht nur die Blumen auf der Wiesen sprießen, sondern bringen im Gesicht mancher Leute auch die bekannten Sommersprossen hervor. Dabei handelt es sich eigentlich nur um harmlose Pigmentflecken, die jedoch als Warnhinweis vor der Sonne dienen. Die betroffenen Personen haben nämlich eine besonders lichtempfindliche Haut, die besonderen Schutz benötigt.

Es handelt sich dabei genau gesagt um Pigmentflecken, die in der obersten Hautschicht vorkommen und aufgrund eines genetischen Defekts auftreten. Dieser Gendefekt sorgt dafür, dass die Pigmente in den Hautzellen nicht gleichmäßig verteilt sind. Im Normalfall kommt es bei Sonnen- oder UV-Strahlung (Solarium) zu einer Bildung des Pigments Melanin. Dieses wird dann an die umgebenden Hautzellen abgegeben und bewirkt somit einen natürlichen Sonnenschutz. Desto mehr man sich daher in der Sonne aufhält, umso mehr Melanin wird gebildet, wodurch die Hautpigmentierung entsprechend stärker wird. Entscheidend ist immer die Menge der Pigmentspeicher. Dieser liegt bei hellhäutigen Menschen bei in etwa 50 Pigmentspeicher pro Zelle und dunkelhäutigen Menschen bei ungefähr 500. Dieser enorme Unterschied macht sich somit klar bemerkbar.

Da dieser genetische Defekt vererbt wird haben eigenen Kinder auch oft Sommersprossen. Es ist also bereits im Knidesalter wichtig auf einen guten Sonnenschutz zu achten.

Wer hat welche und warum nicht im Winter?

Menschen mit einem lichtempfindlichen Hauttyp – das sind meistens Menschen mit blonden oder rötlichen Haaren und besonders heller Haut – sind ziemlich oft von den lästigen Sommersprossen betroffen. Sie tauchen vor allem an Stellen des Körpers auf, die nicht durch Kleidung vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt sind. Das betrifft daher meistens das Gesicht, aber auch die Unterarme und Hände und oftmals auch die Schultern. Bei betroffenen Personen treten zudem vermehrt Leberflecke auf, wobei es dabei gerne zu Verwechslungen kommt, wenn die Pigmentflecke besonders dunkel sind. Kommt es jedoch bei größeren Pigmentflecken zu Juckreiz oder Blutungen ist es wichtig einen Hautarzt aufzusuchen, um einen vermeintlich bösartigen Hauttumor ausschließen zu können. Dies gilt auch für sich verändernde Pigmentflecke oder solche, die einen gezackten Rand aufweisen.
Auch Schwangere sind häufiger betroffen, weil die veränderte Hormonkonzentration für ein verstärktes Auftreten sorgt. Nach der Geburt bilden sich die entstandenen Flecken jedoch üblicherweise wieder zurück.

Die Färbung der Sommersprossen ist besonders von der Lichtintensität abhängig, weshalb diese im Winter so hell werden, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht mehr erkennt. Nichtsdestotrotz müssen Betroffene auch im Winter achtsam sein und die Haut beispielsweise beim Skifahren vor der Sonne schützen, denn die durch den Schnee reflektierenden Sonnenstrahlen sind überaus intensiv. Die Sommersprossen können daher zumindest dunkler werden, obwohl dies im Winter eher unüblich ist. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass Sommersprossen im Winter auftreten und sichtbar sind.

Wan kann man dagegen tun?

Was kann man eigentlich gegen Sommersprossen machen?

Was kann man eigentlich gegen Sommersprossen machen?

In erster Linie sollten Betroffene versuchen die direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Da dies nicht dauerhaft möglich ist, empfiehlt sich die Verwendung eines Sonnenschutzmittels mit hohem Lichtschutzfaktor. Zudem sollten gefährdete Bereiche des Körpers nie komplett unbekleidet in der Sonne sein. Hintergrudn ist, dass sich die Flecken während den Sommermonaten nur geringfügig verdunkeln. An sich gilt für alle Menschen, dass die dauerhafte Aussetzung mit starker Sonneneinstrahlung nicht empfehlenswert ist, da sich die Gefahr für Sonnenbrände und damit das Risiko für Hautkrebs massiv erhöht und es zu einer schnelleren Hautalterung kommt. Natürlich muss man sich jetzt nicht im Haus verstecken. Wichtig ist aber die Hautpflege während – und nach – dem Sonnenbad. Besonders die Hände (Handrücken, Unterarme) werden hier oft vernachlässigt und es entstehen viele Sommersprossen.

Menschen mit dem oben erwähnten lichtempfindlichen Hauttyp sollten sich daher an die angeführten Verhaltensregeln halten, um ihre (Haut-)Gesundheit und ihr Aussehen nicht zu gefährden. Es ist zwar möglich die Pigmentflecke mit diversen Peelings, Bleichcremes oder einer speziellen Kältebehandlung zu entfernen, jedoch entstehen Sommersprossen immer wieder. Diese neue Entstehung lässt sich nur durch Schutz vor UV-Strahlung eindämmen.

Eine mittelfristig wirksame Methode zur Entfernung sind jedoch Laserbehandlungen, welche die Pigmentzellen in der oberen Hautschicht mittels mehrerer Anwendungen zerstören. Es kommt jedoch immer zu einer Neubildung der Pigmente, weshalb die Flecke nur wegbleiben, wenn nach der Behandlung keine Sonneneinstrahlung mehr erfolgt. Die Kosten für die Laserbehandlung belaufen sich pro Sitzung auf ungefähr 100 bis 300 Euro. Die Krankenkasse zahlt in den meisten Fällen nicht. Sommersprossen gelten nämlich als optischer Makel. In manchen Fällen kann jedoch aus gesundheitlicher Sicht ein Eingriff notwendig sein.  Im besten Fall lernt man einfach damit zu leben, denn laut einer irischen Volksweisheit heißt es nicht umsonst „Ein Mädchen ohne Sommersprossen ist wie ein Himmel ohne Sterne“. Dies gilt natürlich sowohl für weibliche als auch männliche Sommersprossen-Träger, besonders wenn man sich die Prominenz ansieht – Charlize Theron, Robert Redford, Pippi Langstrumpf oder Boris Becker sind mit ihren frechen Pünktchen überaus erfolgreich und weltbekannt.